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Führungskräfte müssen heraus aus dem Hamsterrad
Januar 2, 2026

Warum wir Führungskräfte trainieren!

Führung heisst: Orientierung geben, Potenziale nutzen, Zukunft gestalten.

In meiner täglichen Beratungs- und Trainingspraxis stelle ich immer wieder fest: Viele Unternehmen kämpfen mit enormer Blind- und Verlustleistung. Das sind Reibungsverluste in Projekten, unnötige Schleifen im Tagesgeschäft, doppelte Arbeit, unklare Prioritäten und ständiges „Feuerlöschen“ statt planvollem Vorankommen.

Woran erkennt man solche Verlustleistungen konkret?

  • Prozesse sind “irgendwie bekannt” und laufen so vor sich hin, sind aber nicht sauber definiert. dies führt dazu, dass bei eigentlichen Standardprozessen immer wieder Einzelfallentscheide nötig werden.
  • Projekttermine werden politisch gesetzt statt realistisch geplant. Der Termin steht zuerst – und danach versucht man, Realität passend zu machen.
  • Meetings produzieren Aktivität, aber keine Entscheidungen. Es wird viel diskutiert und vertagt – und am Ende macht doch jeder „wie bisher“.

Beispiel 1: Schlecht definierte Prozesse – die stille Geldverbrennung

Ein Klassiker aus dem Alltag: Ein Unternehmen hat einen vermeintlich klaren Prozess für Angebots- und Auftragsabwicklung. In der Praxis sieht es so aus:

  • Vertrieb übergibt „halbfertige“ Informationen an Technik/Projektleitung („die Details klären wir später“).
  • Technik startet trotzdem, weil der Kunde drängt.
  • Einkauf bestellt Material auf Verdacht – oder wartet, weil Spezifikationen fehlen.
  • In der Produktion fällt auf: Es gibt unterschiedliche Versionsstände, Zeichnungen oder Stücklisten.
  • Am Ende wird nachgearbeitet, umgeplant, nachbestellt – und die Lieferzeit gerät unter Druck.

Ergebnis: Mehrstunden, Nacharbeit, Stress, Frust – und oft sinkt die Marge, obwohl „alle viel gearbeitet haben“.

Ursache: Nicht fehlende Kompetenz, sondern fehlende RollenklarheitSchnittstellenregeln und verbindliche Standards (Übergabekriterien, Verantwortlichkeiten).

Beispiel 2: Überzogene Projekttermine – wenn Planung durch Wunschdenken ersetzt wird

Ein Projekt wird mit einem „Must-have“-Termin gestartet: Messe, Vorstandspräsentation, Kunde droht abzuspringen. Also wird der Termin gesetzt und dann passiert Folgendes:

  • Meilensteine werden zu optimistischen Annahmen („das schaffen wir schon“).
  • Risiken werden klein geredet, weil niemand der Überbringer schlechter Nachrichten sein will.
  • Das Team beginnt zu „rennen“, statt sauber zu arbeiten.
  • Qualitätsthemen werden verschoben („machen wir nach dem Release“).
  • Später explodieren Aufwand und Fehlerkosten – und es entsteht ein Dauermodus aus Ausnahmezustand.

Ergebnis: Termindruck wird zum Dauerzustand. Motivation sinkt, Fluktuation steigt, Kunden sind unzufrieden.

Ursache: Es fehlt Führung durch realistische PriorisierungTransparenz über vorhandene Kapazitäten und mutige Entscheidungen (Scope reduzieren, Ressourcen richtig zuweisen, Risiken offen managen).

Beispiel 3: Unklare Prioritäten – “Alles wichtig” ist gleich “nichts ist wichtig”

Wenn Teams gleichzeitig fünf Top-Prioritäten haben, passiert genau das: Multitasking, Kontextwechsel, Dauerstress – und kaum Fortschritt.

  • Projekte starten parallel, ohne dass Kapazitäten gesichert sind.
  • Jeder zieht an „seinem“ Thema – weil das Gesamtbild fehlt.
  • Es wird ständig umpriorisiert, weil keine Entscheidungslogik existiert.

Ergebnis: Hohe Aktivität, wenig Output.

Ursache: Es fehlt Orientierung: Was hat wirklich Vorrang – und warum?

Was sind die Auswirkungen?

Führungskräfte verlieren zu viel wertvolle Zeit im operativen Hamsterrad. Sie haben kaum noch Raum, strategisch zu denken, Prozesse nachhaltig zu optimieren oder für die Weiterentwicklung der Teams zu sorgen. Stattdessen wird die gesamte Kapazität vom operativen Tagesgeschäft aufgesaugt. Projekte kommen nicht voran, Kunden werden unzufrieden, Mitarbeiter sind frustriert…

Das kann sich kein Unternehmen auf Dauer leisten. Und dennoch wird viel zu lange zugeschaut oder mit Symptombehandlung gearbeitet, statt die Ursache anzugehen.

Die Lösung!

Dabei ist die Lösung nicht so kompliziert. Klare Orientierung durch die Führung, gezielte Delegation, starke Kommunikation und echtes Vertrauen im Team reduzieren Reibungsverluste und Blindleistung massiv. Plötzlich entstehen Freiräume für das Wesentliche: strategische Weichenstellungen, kreative Lösungen und nachhaltiges Wachstum.

Was heisst das ganz praktisch ? Was müssen Führungskräfte können?

  • Orientierung geben: Ziele, Prioritäten und Entscheidungslogik glasklar machen.
  • Delegation sauber aufsetzen: Verantwortungen, Kompetenzen und Erwartungen schriftlich und eindeutig klären.
  • Kommunikation strukturieren: Weniger Meetings, dafür bessere Entscheidungen (wer entscheidet was bis wann – und auf Basis welcher Fakten?).
  • Prozesse verschlanken: Schnittstellen definieren, Standards setzen, „Definition of Done“ einführen.
  • Vertrauen aufbauen: Transparenz + Verlässlichkeit + Konsequenz – nicht Kontrolle bis ins Kleinste.

Genau hier setzen wir bei der InnoExperts Group an. Wir trainieren Führungskräfte praxisnah, modular und mit messbarer Wirkung. Unsere sechs Führungs-Module decken genau die Themen ab, die im Alltag den grössten Hebel haben:

  • Wirksame Führung in der Praxis – Rollenklarheit, situative Führungsstile, Kommunikation, Feedback und Delegation
  • Der Vertrieb als Impulsgeber – strategische Steuerung und Innovationsbeitrag des Vertriebs
  • Innovationskompetenz stärken – systematisches Denken und kreative Methoden
  • Innovationsmethoden in der Praxis – konkrete Tools für Ideenfindung und Umsetzung
  • Führung von Innovationsprojekten – Balance zwischen Fach- und Führungsaufgabe unter Unsicherheit
  • Mehr Freiheit durch Produktivität – Prozesse schlank gestalten und Prioritäten klar setzen

Alle Module sind direkt aus der Praxis entwickelt, mit realen Beispielen, sofort umsetzbaren Werkzeugen und konkreten Transferaufgaben. Teilnehmer berichten regelmässig: „Endlich habe ich wieder Zeit und Energie für das, was wirklich zählt.“ Hier geht es zu der Beschreibung der einzelnen Module.

Wer seine Führung stärkt, stärkt die gesamte Organisation – und schafft Raum für nachhaltige Innovation und Wachstum.

Was sind Ihre grössten Reibungsverluste im Führungsalltag? Welche Situationen kosten Ihr Team am meisten Energie, obwohl sie vermeidbar wären?

Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht – ich freue mich auf den Austausch zu Ihren Herausforderungen und teile konkrete Ansätze aus unserer Praxis.

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Autor: Klaus Igel

Die Frage wie die Dinge besser sein könnten, hat mich persönlich schon immer begleitet. Im Studium, durch Erfahrungen als Führungskraft und Berater sowie durch eigene Produktentwicklungen habe ich viele unzählige, praxisorientierte Erkenntnisse und Impulse zu Innovation erhalten, die ich in diesem Blog gerne teile.

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